Publikumspreise 2021

Publikumspreis BESTER KURZFILM 
EMAILS TO MY LITTLE SISTER von Solomon Mekonen
Preis: 500 Euro; gestiftet von KIOSK - Arts Exchange e. V. & Nikolaus-Gülich-Fonds
Beunruhigt vom Wunsch seiner jüngeren Schwester, auch von Äthiopien nach Deutschland zu kommen, beschreibt der Regisseur Solomon Mekonen in EMAILS TO MY LITTLE SISTER, wie er sich durch den „weißen Blick“ wahrgenommen fühlt.
Trailer: https://vimeo.com/312266560

Publikumspreis BESTER SPIELFILM
BAAMUM NAFI von Mamadou Dia
Preis: 1000 Euro; gestiftet von choices
Im senegalesischen Dorf Yonti hält der Imam Tierno seine Gemeinde zusammen, indem er sich um deren spirituelle Gemeinsamkeiten kümmert.
Doch der Frieden des Dorfes droht zu kippen, als sich seine Tochter mit dem Sohn seines Bruders Ousmane verlobt. Tierno hütet sich vor Ousmane
wegen dessen Verbindungen zu einem extremistischen Scheich und dessen Machtstreben. So entwickelt sich durch die Verlobung ein Kampf zwischen
den Brüdern und der fundamentalistischen Bewegung. Die Reglementierungen durch den Scheich greifen um sich, sodass sich die Dorfbewohner*innen
vor Gewalt und Kontrolle fürchten müssen.
Der vielfach prämierte Debütfilm des Regisseurs Mamadou Dia zeigt die Machtfaktoren, die Strukturen von Familie, Religion und Gesellschaft prägen.
Trailer: https://vimeo.com/473517884

Publikumspreis BESTER DOKUMENTARFILM
ZINDER von Aicha Macky
Preis: 1000 Euro; gestiftet von WDR
Kara-Kara wurde einst als Dorf für Leprakranke erbaut und ist heute ein Sammelbecken für die Ausgegrenzten und Randgruppen der Stadt Zinder.
Bekannt ist es für seine gewalttätigen, „Palais“ genannten Jugendgangs. Diese Jugendlichen sind nirgends gemeldet, stammen zu einem großen Teil von leprakranken
Eltern ab und haben keinen Zugang zum Bildungssystem. Die aus Zinder stammende nigerianische Regisseurin Aïcha Macky erzählt von diesem Bandenphänomen
anhand der Geschichten und Narben einer Jugendgang  aus Kara-Kara. Sinia Boy, Bawo und Ramses enthüllen ihre Vergangenheit und Gegenwart und werfen
einen Blick in die Zukunft. Über eine intime Annäherung an ihren Alltag verleiht Aïcha Macky den Jugendlichen Gesicht und Stimme. ZINDER, der zweite
abendfüllende Dokumentarfilm der Regisseurin, ist eine Allegorie auf den Reichtum des Niger: seine Jugend.
Trailer: https://vimeo.com/511890117