SOUMSOUM, LA NUIT DES ASTRES (SOUMSOUM, THE NIGHT OF THE STARS)
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Auf dem Ennedi-Plateau im Nordosten des Tschad wird Kellou von dunklen Visionen heimgesucht, die sie nicht versteht. In diesem Dorf zwischen Bergen und Canyons, das in sich selbst zurückgezogen ist, gilt Kellou als ein „Blutmädchen“, vom Unglück gezeichnet. Ihre Mutter starb, als sie ihr das Leben schenkte. Die Ankunft von Aya, einer alleinstehenden Frau, wird ihr Leben erschüttern und ihr helfen, diese von ihrer Mutter geerbte Gabe zu verstehen und zu beherrschen. SOUMSOUM, LA NUIT DES ASTRES verfolgt Kellous Weg zur Emanzipation und hinterfragt die Starrheit der Glaubensvorstellungen. Mit diesem Spielfilm setzt Mahamat-Saleh Haroun seine Auseinandersetzung mit den intimen und politischen Bruchlinien seines Landes fort.
Kooperation: Institut français Köln
SOUMSOUM, LA NUIT DES ASTRES (SOUMSOUM, THE NIGHT OF THE STARS) Regie: Mahamat-Saleh Haroun, DCP, OmeU, 101 min
Gast
Mahamat-Saleh Haroun, geboren im Tschad, gehört zu den bekanntesten Filmemachern Afrikas. Im Jahr 1999 drehte er seinen ersten Spielfilm BYE-BYE AFRICA. Weitere bedeutende Werke umfassen DARATT - DRY SEASON (2006, Sonderpreis der Jury in Venedig), A SCREAMING MAN (2011, Preis der Jury in Cannes) und GRIGRIS (2013, Vulcain-Preis in Cannes). Sein erster Dokumentarfilm, HISSEIN HABRÉ, A CHADIAN TRAGEDY, wurde 2016 in Cannes gezeigt. LINGUI, THE SACRED BONDS (2021) wurde vom National Board of Review 2022 zu einem der besten ausländischen Filme gekürt. Haroun wurde in New York mit zwei Retrospektiven geehrt und erhielt den Robert-Bresson-Preis (2010) und die Fellini-Medaille von der UNESCO (2013) für sein Gesamtwerk.