MÉTISSES - CINQ FEMMES CONTRE UN CRIME D’ÉTAT (UPROOTED – FIVE WOMEN AGAINST A COLONIAL CRIME)

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Sie hatten ihr ganzes Leben lang geschwiegen. Doch nun haben Léa, Noëlle, Monique, Simone und Marie-José beschlossen, dieses Schweigen zu brechen und den belgischen Staat für die Verbrechen zur Verantwortung zu ziehen, die ihnen während der Kolonialzeit im Kongo angetan wurden. Alle fünf Frauen wurden als Töchter Schwarzer Mütter und weißer Väter geboren. Im Alter zwischen zwei und fünf Jahren wurden sie ihren Müttern weggenommen und in Waisenhäuser gebracht – allein aufgrund ihrer Herkunft. Vor dem Berufungsgericht kämpfen sie um die offizielle Anerkennung einer Politik systematischer Kindesentführungen. Zwischen den Gerichtsverhandlungen blicken die Frauen auf die Erinnerungen an ihre geraubte Kindheit zurück.

 

Kooperation: Deutsch-Kongolesisches Jugendinstitut und Lux Mwinda!

MÉTISSES - CINQ FEMMES CONTRE UN CRIME D’ÉTAT (UPROOTED – FIVE WOMEN AGAINST A COLONIAL CRIME) Regie: Quentin Noirfalisse, Jean-Charles Mbotti Malolo, DCP, OmeU, 86 min

Gäste

Quentin Noirfalisse

Quentin Noirfalisse ist Regisseur, Produzent bei Dancing Dog Productions, Journalist und Mitbegründer von Médor, einem unabhängigen belgischen Magazin für Reportagen und investigativen Journalismus. Zu seinen Dokumentarfilmen zählen LE MINISTRE DES POUBELLES, 2017 bei DOK Leipzig und dem FESPACO ausgewählt, COBALT, L’ENVERS DU RÊVE ÉLECTRIQUE, ausgewählt für das Fipadoc 2022, sowie LUMUMBA, LE RETOUR D’UN HÉROS (2023). 2025 führte er gemeinsam mit Jean-Charles Mbotti Malolo Regie bei MÉTISSES – CINQ FEMMES CONTRE UN CRIME D’ÉTAT. In seiner Arbeit beschäftigt sich Quentin mit dekolonialen Fragen, den Umweltauswirkungen der Industrie, der Verantwortung von Unternehmen und den Menschenrechten.

Jean-Charles Mbotti Malolo

Jean-Charles Mbotti Malolo ist Regisseur, Animator und Tänzer. Sein Abschlussfilm DER HERZSCHLAG IST EIN METRONOM erhielt 2008 den Preis für den besten Erstlingsfilm beim Hiroshima International Animation Festival. Zeichnen ist seine erste Leidenschaft, doch der Tanz hat seine künstlerische Sprache stets geprägt. 2014 schrieb und inszenierte er DER SINN DER BERÜHRUNG, ein Film, der Bewegungsästhetik und Gebärdensprache verbindet, auf über 60 Festivals gezeigt und mit 22 internationalen Preisen ausgezeichnet. 2018 erweckte er James Brown und Solomon Burke in MAKE IT SOUL zum Leben. Mit dem Dokumentarfilm UPROOTED – FIVE WOMEN AGAINST A COLONIAL CRIME, co-regiert mit Quentin Noirfalisse, entfaltet er erneut mit Feingefühl seine visuelle Eigenständigkeit und bringt seine Animationskunst ein.