L'ARBRE DE L’AUTHENTICITÉ (THE TREE OF AUTHENTICITY)

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Im Herzen des Regenwalds im Kongo zeugen die Ruinen des Forschungszentrums Yangambi, das sich der tropischen Landwirtschaft widmete, von der kolonialen Vergangenheit Belgiens und deren direkten Folgen für den Klimawandel. Regisseur Sammy Baloji präsentiert einen dreiteiligen Essay, in dem er den Schriften zweier Wissenschaftler, Paul Panda Farnana und Abiron Bernaert, die zwischen 1910 und 1950 in Yangambi arbeiteten, eine Stimme verleiht. Ihre Geschichten werden durch die Geschichte eines dreihundert Jahre alten Baumes ergänzt. L'ARBRE DE L’AUTHENTICITÉ beleuchtet das Erbe der kolonialen Moderne in der heutigen gierigen Ausbeutung der natürlichen Ressourcen.

 

Kooperation: Free Kongo Kollektiv, Deutsch-Kongolisische Jugendinstitut e. V.

L'ARBRE DE L’AUTHENTICITÉ (THE TREE OF AUTHENTICITY) Regie: Sammy Baloji, DCP, OmeU, 85 min

Gast

Sammy Baloji

Sammy Baloji lebt und arbeitet zwischen Lubumbashi und Brüssel. Seit 2005 beschäftigt er sich mit der Erinnerung und Geschichte der Demokratischen Republik Kongo. Nach seinem Studium der Literatur- und Humanwissenschaften arbeitete er als Cartoonist und spezialisierte sich später auf Videokunst und Fotografie. In seiner Arbeit untersucht er das kulturelle, architektonische und industrielle Erbe der Region Katanga und hinterfragt die Auswirkungen der belgischen Kolonialisierung. Sein kritischer Blick auf zeitgenössische Gesellschaften dient als Warnung vor der Art und Weise, wie kulturelle Klischees weiterhin das kollektive Gedächtnis prägen und es ermöglichen, dass soziale und politische Machtspiele weiterhin das menschliche Verhalten diktieren.
Sein Dokumentarfilm L’ARBRE DE L’AUTHENTICITÉ gewann den Sonderpreis der Jury beim Internationalen Filmfestival Rotterdam 2025.