FÜHRUNG im Nippeser Norden - Straßennamen spiegeln Geschichte wider
kein Ort Ticketshop
Die deutsche Kolonialzeit ist bis heute präsent. Zwar ist sie vorbei, ihr Erbe wirkt jedoch bis in die Gegenwart hinein, wie am Beispiel von Straßennamen und anderen Orten, die bis heute unreflektiert Kolonialverbrecher ehren.
Das Afrika-Viertel in Nippes ist ein kolonialer Gedächtnisraum, dessen Namensgebung mit der in Köln starken kolonial-revisionistischen Bewegung der frühen Dreißiger Jahre zusammenhängt, die sich für die Rückgewinnung der im Ersten Weltkrieg verlorenen Kolonialgebiete engagierte. Im Nationalsozialismus wehrte man sich auf zahlreichen kolonial-propagandistischen Veranstaltungen gegen den Vorwurf der alliierten Siegermächte, Deutschland habe in seinen Kolonien versagt und sprach in diesem Zusammenhang von kolonialer Schuldlüge. In diesem Klima konnte 1934 eine Kolonialausstellung stattfinden. Gleichzeitig wurde mit der Benennung von Straßen nach kolonialen Akteuren oder ehemaligen „Schutzgebieten“ die Erinnerung an die ehemalige vermeintliche Größe wachgehalten.
Start: 20.09.2025, 11:45 Uhr
Ende gegen 13:00 Uhr
Treffpunkt: Neusser Straße/Ecke Usambarastraße
Präsentiert von: In-Haus e.V.
* nicht im Festivalpass enthalten