ABO ZAABAL 89

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Bassam Mortada war erst fünf Jahre alt, als sein Vater Mahmoud 1989 mitten in der Nacht in ihrem Haus verhaftet und wie viele andere sozialistische Aktivisten in das berüchtigte Gefängnis Abo Zaabal gebracht wurde. Anhand von Zeugenaussagen seiner Eltern, enger Freunde der Familie, Rekonstruktionen und Archivbildern versucht der Regisseur, seine Geschichte und die seiner Familie zu rekonstruieren. ABO ZAABAL 89 ist eine introspektive Erzählung, die untersucht, wie die Wellen politischer Verhaftungen in den 1970er- und 1980er-Jahren das Leben der Gefangenen und ihrer Familien in Ägypten erschütterten.

 

Kooperation: Rosa-Luxemburg-Stiftung, Friedensbildungswerk Köln, Deutsch-Ägyptische Gesellschaft Köln

ABO ZAABAL 89 Regie: Bassam Mortada, DCP, OmeU, 83 min

Gast

Bassam Mortada

Bassam Mortada ist Regisseur, Produzent und Aktivist. Er studierte an der Jesuite Cairo Cinema School. Als unabhängiger Filmemacher arbeitete er mit unabhängigen Institutionen und Aktivist:innen zusammen, um deren Leben, Kampf und Arbeit zu dokumentieren. 2008 kam Bassam zur Al-Masry Media Corporation, die das erste unabhängige Webdokumentationsfernsehen in Ägypten aufbaute. Er bildete ein Team junger Videojournalist:innen aus, das kreativ neue Geschichten produzierte, die sich viral verbreiteten. Sein erster Dokumentarfilm REPORTING...A REVOLUTION wurde auf der Berlinale 2012 uraufgeführt und tourte durch viele Festivals weltweit. Danach gründete Bassam mit Kesmat EL Sayed eine eigene Produktionsfirma „See Media Production“. Dort entwickelte er seinen kreativen Dokumentarfilm ABO ZABAAL 89.