EXILÉES (EXILED)

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Wie Exilierte (EXILÉES), Ausgestoßene, fühlen sich Frauen, die aus Ländern südlich der Sahara in Richtung Libyen und Europa aufgebrochen und in der Wüstenstadt Agadez im Niger gestrandet sind. Der Film ist Priska gewidmet, einer Geflüchteten, die es bis zur nordafrikanischen Küste geschafft hatte, aber bei der Bootsfahrt über das Mittelmeer ertrunken ist.

2019 lud die Rosa-Luxemburg-Stiftung Tunis in Kooperation mit Büros der Stiftung in Dakar, Dar-es-Salaam und Johannesburg zehn Filmemacher*innen aus verschiedenen afrikanischen Ländern dazu ein, sich unter dem Titel „10 views on migration“ in Kurzfilmen mit dem Thema Migration aus der Perspektive des Südens auseinanderzusetzen. Die Regisseurin Ager Oueslati und die Koordinatorin Hildegard Kiel von der Rosa-Luxemburg-Stiftung stellen vier der Projekt-Filme vor. (Gesamtlänge: 69 min.) 

In Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung und dem Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland e. V. (DOMiD)

EXILÉES (EXILED) Regie: Ager Oueslati, digital, OF m. dt. UT, 14 min

Gäste

Ager Oueslati ist 1987 geboren. Die Regisseurin, Journalistin und Fotografin hat französische, algerische und tunesische Wurzeln. Seit mehr als zehn Jahren beschäftigt sie sich als Fotojournalistin und Filmemacherin mit der Geschichte der Migration. EXILÉE, realisiert im Jahr 2019, ist ihr erster Kurzfilm. Derzeit recherchiert sie für ihren ersten abendfüllenden Film mit dem Arbeitstitel YOU DON'T DIE TWO TIMES.

Hildegard Kiel arbeitet seit vielen Jahren im internationalen Bereich an der Schnittstelle von Kultur und Entwicklungspolitik. Sie lebte über 20 Jahre in Tansania, wo sie u. a. die Dhow Countries Music Academy Sansibar ins Leben rief und leitete. Ihr besonderes Interesse gilt kulturellen Ausdrucksformen und deren Relevanz für gesellschaftliche Entwicklungen. Seit 2019 ist sie bei der Rosa- Luxemburg-Stiftung in Berlin als Projektmanagerin für Nord- und Ostafrika zuständig.