In einem neuen Interview spricht der marokkanische Regisseur Azlarabe Alaoui über seinen Spielfilm KILIKIS, LA CITÉ DES HIBOUX, der beim 17. Afrika Film Festival Köln zu sehen war.

Das Ambiente im Film KILIKIS, LA CITÉ DES HIBOUX erinnert an Kafka: Eine abgelegene alte Burg in den Atlasbergen wird unter dem marokkanischen Königs Hassan II in den 1990er-Jahren zum Geheimgefängnis für politische Oppositionelle. Aber zu sehen sind in dem Spielfilm nur die Wärter und ihre Familien. Im Vorspann offenbart der Regisseur Azlarabe Alaoui: „Ich war dort. Ich war gerade acht Jahre alt. ‚Räuber und Gendarm‘ waren die Spiele meiner Kindheit und als Bettgeschichten diente das, was die Kinder der Wärter von diesen aufgeschnappt hatten. Eine farblose Kindheit, aus der wir aufwuchsen, um davon zu erzählen… nicht zuletzt im Kino, damit das Unrecht nicht in Vergessenheit gerät.“ Und so folgt im Abspann der hoffnungsvolle Satz des chilenischen Dichters Pablo Neruda: „Sie können alle Blumen abschneiden und doch nie den Ausbruch des Frühlings verhindern.“

Im Interview mit Eléonore d’Andlau-Hombourg und Lise Mercier und  spricht der Regisseur weiter über seinen Film und erzählt von seinen persönliche Erfahrungen.