SOLEIL Ô

27.8. Donnerstag

19:00 Filmforum Museum Ludwig

Preis: 7 Euro / 5 Euro (ermäßigt)

R: Med Hondo;

Mauretanien/Frankreich 1970;

OF arab./frz. m. engl. UT; DCP; 98 min.

„(…) DER EINZIGE Weg zu kämpfen, ist, alle Kinosäle und Verteilerkonsortien zu nationalisieren. Ja, wir brauchen ein nationales Kino, weil alles seine Zeit hat: Es gibt eine Zeit des Leidens, eine Zeit des Nachdenkens und eine Zeit, die Wahrheit zu sagen. Dieser Augenblick ist nun gekommen.“ (Med Hondo: Les bicots nègres vos voisins, 1973)

Paris in den 1960er-Jahren: Ein mauretanischer Migrant erlebt auf der Suche nach einer Wohnung und einem Job den Rassismus und die Gleichgültigkeit der französischen Gesellschaft. In einer Mischung aus Cinema verité, Satire, Surrealismus und Eisensteinscher Montage prangert Med Hondo in seinem Debütfilm die Auswirkungen und Entgleisungen von Kolonialismus und Kapitalismus an. Ein Akt der Wut und Befreiung, der ihn schlagartig als Stimme eines avantgardistischen, politisch engagierten afrikanischen Kinos berühmt machte.

In Kooperation mit Filmforum NRW e. V. im Rahmen der Reihe FILMGESCHICHTEN: MANIFESTE