BEGLEITPROGRAMM

KEEP IT KRAUS! AFROHAARE IN UNSERER GESELLSCHAFT – SCREENING UND LESUNG

FILMFORUM IM MUSEUM LUDWIG

19.09. SAMSTAG

14:00

GAST: ESTHER DONKOR

Screening & Lesung

Störrisch, wild, exotisch – die Vorurteile, die Afrohaaren entgegengebracht werden, sind vielfältig. Die Suche nach passenden Frisörsalons ist schwierig, da der Umgang mit krausem Haar in herkömmlichen Frisörausbildungen nach wie vor nicht gelehrt wird. Somit greift ein Großteil der Menschen mit Afrohaar auf Perücken oder chemische Glättungsmittel zurück – oft auch, um sich einem vorherrschenden Schönheitsideal von glatten Haaren anzugleichen. In Zusammenarbeit mit ihrer Schwester Diana Donkor veröffentlichte die Autorin und FilmInitiativMitarbeiterin Esther Donkor 2020 den Ratgeber KEEP IT KRAUS! – DAS BASISBUCH FÜR KRAUSELOCKEN, in dem sie ihre persönlichen Erfahrungen im Umgang mit ihren Afrohaaren teilen und Menschen mit krausen Locken die Grundlagen der Haarpflege näherbringen. In einer Lesung stellt Esther Donkor Auszüge aus dem Buch vor. Darüber hinaus gibt es drei Kurzfilme zu sehen, die sich mit dem Thema „Afrohaar“ auseinandersetzen.

In Kooperation mit KrauseLocke und ŌMAKA Naturkosmetik

POSTKOLONIALER STADTRUNDGANG – SÜDSTADT

Treffpunkt: Haupteingang Bürgerhaus Stollwerck

20.09. SONNTAG

11:00

(Post)Koloniale Spuren in der Kölner Südstadt: eine kritische Stadtteilführung

Mit Azziza B. Malanda und Merle Bode

Anmeldung: mail@filminitiativ.de , + 49 221 – 46 96 243

Online-Tickets: 9 Euro / 7 Euro (ermäßigt)
Reservierung: 8 Euro / 6 Euro (ermäßigt)

Auch in diesem Jahr findet während der Afrika Film Tage eine kolonialkritische Stadtführung statt. Diesmal geht es in die Südstadt. Von ihrem Konzept sagen die Referentinnen Azziza B. Malanda und Merle Bode: „In unserer Führung durch die Kölner Südstadt zeigen wir, dass der deutsche Kolonialismus vor unserer Haustür stattgefunden und nachhaltig auf das Veedel gewirkt hat: Wir stellen Akteur*innen aus den kolonialisierten Gesellschaften vor, erzählen von anti-kolonialem Widerstand und weißen Bürger*innen, die die koloniale Idee verankerten. Koloniales Denken betraf sämtliche Bereiche des gesellschaftlichen Zusammenlebens, wie: Alltag, Kultur, Wirtschaft oder
Wissenschaft. Wir richten einen feministischen Blick auf damalige Geschlechterverhältnisse und betrachten kritisch rassistische Kontinuitäten seit dem 19. Jahrhundert bis heute. Und fragen: Was hat Kolonialismus eigentlich mit uns zu tun?“ Teilnahme mit Voranmeldung.

Esther Donkor

Keep it kraus!

Merle Bode

Azziza B. Malanda