Neues Jahr – neues Interview! Diesmal haben wir den burkinischen Regisseur Abdoulaye Dao vor die Kamera geholt, um uns etwas über seinen Film „Duga les charognards“ zu erzählen.

„Fundamentalismus und Migration“ lautete der Schwerpunkt des 17. Afrika Film Festivals Köln und darunter passte auch der Spielfilm „Duga Les Charognards“ des burkinischen Filmemachers Abdoulaye Dao. Der Spielfilm handelt von Rasmané, der erfährt, dass sein Freund Pierre verstorben ist. Rasmané macht sich auf den Weg zu Pierres Haus, um der Familie zu helfen, den Leichnam zur Beerdigung in sein Heimatdorf zu transportieren. Allerdings hat Rasmané die Rechnung ohne die traditionellen Dorfältesten gemacht, die strikt dagegen sind, dem ungläubigen Toten im Dorf die letzte Ehre zu erweisen. Für Rasmané beginnt damit eine Odyssee quer durch Burkina Faso, weil es sich als keineswegs einfach erweist, den Leichnam eines Mannes bestatten zu lassen, der nicht getauft war, keinen muslimischen Vornamen trug und zu Lebzeiten keiner der Religionsgemeinschaften des Landes angehört hatte.

Im Interview mit Lise Mercier und Eléonore d’Andlau-Hombourg spricht Abdoulaye Dao über seinen Film und schildert seine Perspektive auf die Filmsituation in Burkina Faso.