Lula Ali Ismaïl im Interview über den ersten Spielfilm aus Dschibuti.

DHALINYARO lautete der Titel unseres diesjährigen Eröffnungsfilms über drei junge Powerfrauen aus Dschibuti, die nach ihrer Schulausbildung Zukunftsträume schmieden. Auch die Regisseurin Lula Ali Ismaïl reiste zum Festival an und stand dem Publikum im Anschluss Rede und Antwort. So sagte Sie, dass es ihr „nicht darum ginge, Tourismuswerbung zu betreiben“, sondern „ein authentisches Bild von Dschibuti zu vermitteln“. Das selbstbewusste Auftreten und die liberalen Ansichten ihrer muslimischen Protagonistinnen begeisterten das Publikum und sie bestätigte, dass Religion in ihrem Land tatsächlich „Privatsache“ sei und auch Frauen selbst enscheiden könnten, „ob sie glauben und ein Kopftuch tragen wollen oder nicht“. Das Land sei „zwar prüde, aber hinter verschlossenen Türen gebe es alles, natürlich auch Sex vor der Ehe.“

Doch das war längst nicht alles, was die Regisseurin zu sagen hat. In einem Videointerview stand Sie unseren ehrenamtlichen Helferinnen Lise Mercier und Eléonore d’Andlau-Hombourg Rede und Antwort.