Der kenianische Spielfilm RAFIKI (Suaheli, zu Deutsch: „Freund(in)“) setzt auf volle Frauenpower! Regie führte Wanuri Kahiu, Regisseurin, Autorin und Produzentin aus Kenia – einem Land, in dem Homosexualität noch immer unter Strafe steht. Umso beachtlicher ist es, dass RAFIKI, basierend auf der preisgekrönten Kurzgeschichte „Jambula Tree“ der ugandischen Autorin Monica Arac de Nyeko, eine Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Frauen erzählt, die aufgrund ihrer Beziehung zueinander auf große Schwierigkeiten stoßen. Bei den Filmfestspielen Cannes durfte RAFIKI seine Premiere feiern. Kenia hingegen belegte ein Aufführungsverbot. Erst nachdem Kahiu Klage einreichte, wurde dies in ihrem Heimatland gelockert. Im Rahmen der QUEERFILMNACHT in der Filmpalette Köln erfreuten sich die Kölner Zuschauer Mitte Januar bereits einer ausverkauften Preview von RAFIKI. Ab dem 31. Januar feiert der Film seinen deutschlandweiten Kinostart.

Synopse: „Gute kenianische Mädchen werden gute kenianische Ehefrauen“ – Kena lernt schon früh, was von Mädchen und Frauen in ihrem Heimatland erwartet wird: artig sein und sich dem Willen der Männer fügen. So wird auch ihre alleinerziehende Mutter dafür verantwortlich gemacht, dass ihr Mann sie für eine jüngere Frau verlassen hat. Doch die selbstbewusste Kena lässt sich nicht vorschreiben, wie es zu leben hat. So freundet sie sich auch mit der hübschen Ziki an, obwohl ihre Väter politische Konkurrenten sind. Das Gerede im Viertel ist den Mädchen zunächst ziemlich egal. Doch als sich Kena und Ziki ineinander verlieben, müssen sie sich entscheiden: zwischen der vermeintlichen Sicherheit, ihre Liebe zu verbergen, und der Chance auf ihr gemeinsamen Glück. (Quelle: www.salzgeber.de)